Romancewoche 2017: Protagonisteninterview "Nur eine Ewigkeit mit dir" von Kristina Moninger





Im Rahmen der Romancewoche 2017 durfte ich zusammen mit Thora´s Bücherecke und Blog-a-holic das Buch der Autorin Kristina Moninger lesen und ihre Protagonisten zu einem Interview einladen. Sie haben uns Rede und Antwort gestanden und wir konnten ihnen viele spannende Informationen entlocken. 

Hier seht ihr, um welches Buch es sich handelt.


 


  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: FeuerWerke Verlag (9. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945362237
  • ISBN-13: 978-3945362235
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2 x 21,6 cm


Kurzbeschreibung


Lilly ist müde, lebensmüde. Jonas lebt nicht, zumindest nicht richtig.
Als die beiden aufeinander treffen, handelt es sich um einen Glücks-, aber keinen Zufall. Denn Jonas kennt Lilly bereits aus einem anderen, einem längst vergangenen Leben.
Während Lilly Tag für Tag neuen Lebensmut schöpft, muss sich Jonas seiner Vergangenheit stellen – und damit auch einer Entscheidung, die die Grenze zwischen den Zeiten immer brüchiger werden lässt…

"Eine wundervolle Geschichte über die grenzenlose Macht einer Liebe, die alle Zeiten überdauert."

Quelle Bild und Text


Hier kommt ihr zur Homepage der Autorin!


Bücher sind Freunde, Thoras Bücherecke, Blog-a-holic: 
Hallo liebe Kristina! Zunächst einmal vielen Dank, dass wir dein Buch vorab lesen durften. Natürlich sind uns dabei einige Fragen in den Sinn gekommen, die wir gerne deinen Protagonisten stellen möchten: Lilly/Lene, Jonas, Yolanda und Vincent! Wir hoffen, die Vier werden uns Rede und Antwort stehen ;)

Hallo ihr Drei! Schön, dass ich Lilly/Lene, Jonas und Yolanda dabei sein dürfen. Ich habe ein gutes Wort für euch eingelegt und die Vier fanden eure Fragen so gut, dass sie natürlich sofort zugestimmt haben.

Blog-a-holic: Dann möchte ich mal loslegen. Jonas, was verbindet dich mit Lene? Und wenn Du dich entscheiden müsstest, wäre es Lene oder doch Lilly?

Mit Lene verbindet mich etwas, das größer ist als ein Leben. Ich kann mich zwischen Lilly und Lene nicht entscheiden, denn auch wenn sie in unterschiedlichen Zeiten leben, so ist ihre Seele doch die gleiche. Es macht keinen Unterschied, dass Lilly anders aussieht als Lene. Das, was ich an Lene und Lilly liebe, ist nicht äußerlich, es kommt von innen.

Bücher sind Freunde: Eine interessante Frage, mich würde noch interessieren, ob du auch Unterschiede zwischen Lilly und Lene siehst?

Oh ja, es gibt sehr viele Unterschiede. Lilly ist selbstbewusster als Lene und gleichzeitig unselbstständiger. Das, was beide voneinander unterscheidet ist die Zeit, die sie geprägt hat. Lene hat viel früher als Lilly lernen müssen, Verantwortung zu tragen und Lilly ist in einer Gesellschaft groß geworden, in der Frauen eine gleichberechtigtere Rolle spielen als zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Umstände haben ihren Charakter geprägt, ihre Seele aber, das was sie ausmacht, ist die gleiche.

Blog-a-holic: Lilly, was verbindet dich mit Lene? Siehst Du Parallelen oder doch eher Unterschiede zu Ihr?

Ich fühle mich Lene sehr nahe und vertraut. Schon von unserer ersten „Begegnung“ an. Denn das Leben hat uns beiden das gleiche Schicksal beschert: Wir haben unsere geliebte Mutter verloren. Wir haben viele Parallelen, wir lieben Bücher, sind Familienmenschen und haben das große Glück, tiefe Liebe für andere empfinden zu können. Dennoch glaube ich, dass Lene stärker ist als ich und vielleicht auch ein wenig mutiger. Für ihre Zeit und ihre Herkunft war sie ein außergewöhnlich wissbegieriges und tolerantes Mädchen. Zu erfahren, wie sie die schweren Umstände der Zeit gemeistert hat, hat mir sehr geholfen meine eigenen Probleme anzugehen.

Blog-a-holic: Lilly, wie gehst du mit dem Gedanken um, dass es nach dem Tod ein weiteres Leben gibt? Kannst Du dir vorstellen schon einmal gelebt zu haben?

Zunächst konnte ich das nicht. Da war einfach nur so viel Leere. Zuviel Leere in mir um glauben zu können, dass es etwas gibt, was diese Leere ausfüllt. Als Jonas mir dann aber gezeigt hat, dass die Liebe unsterblich ist, habe ich großen Trost darin gefunden, dass wir ein Leben nur verlassen um ein anderes zu beginnen. Die Liebe ist das Band, das die Zeiten fest umschließt, ohne dass der Tod etwas dagegen ausrichten kann.

Thoras Bücherecke: Was siehst du in Jonas, Lilly? Welche Besonderheiten an ihm gefallen dir und machen ihn für dich so wichtig?

Jonas macht mich glücklich. In Jonas‘ Gegenwart ist mein kaltes Herz auf einmal wieder warm. Er bringt das Leben zu mir zurück. Er hört mir zu, er stellt die richtigen Fragen und meine Antworten sind ihm wichtig. Ich liebe seine Augen, den Ausdruck tiefen Verständnisses und ehrlicher Zuneigung darin. Doch viel mehr als all das Äußerliche ist es die tiefe Vertrautheit zwischen uns, die ihn bereits nach kurzer Zeit so unendlich bedeutsam für mich macht.

Blog-a-holic: Jonas, Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Menschen und Dir? Und was gefällt Dir an deinem Leben? Yolanda und Vincent, wie seht ihr das?

Jonas: Die Menschen leben im Hier und Jetzt ohne die Möglichkeit einen Blick zurück zu werfen oder nach vorne. Wir dagegen springen ständig hin und her. Wir leben zwischen den Zeiten und lesen zwischen den Zeilen. Und so oft wünsche ich mir einfach nur, dazuzugehören und nicht nur ein Zuschauer zu sein. Für Lilly wäre ich so viel lieber ein Mensch als ein Zeitenmittler. Für Lilly würde ich es aufgeben, frei zu sein.
Yolanda und Vincent: Menschen sind in einen Körper gezwängt, wir können uns viel freier bewegen. Wir können sein, was immer wir sein wollen. Wir mögen es, nicht an einen Ort und eine Zeit gebunden zu sein.

Bücher sind Freunde: Yolanda, nun möchte ich Dich etwas fragen. Was bedeutet Jonas dir? Welche Rolle spielt er in deinem Leben?

Jonas ist mein Sohn. Ich bin nicht seine leibliche Mutter, aber ich fühle all das was eine Mutter für ihr Kind fühlt. Diese einzigartige Mischung aus unbändiger Liebe und größtmöglicher Sorge. Jonas spielt in meinem Leben die Hauptrolle, ich lebe nicht nur mit ihm, ich lebe auch für ihn.

Thoras Bücherecke: Ich schließe mich mal direkt an: Yolanda, welche Besonderheiten machen Jonas für dich aus? Was siehst du in ihm?

Jonas ist noch nicht so lange ein Zeitenmittler wie ich. Er hängt zu sehr im irdischen Leben und die Menschen spielen eine gefährlich große Rolle für ihn. Eine ganz besonders. Wenngleich ich mich deshalb sehr um ihn fürchte, so bewundere ich ihn auch dafür. Dafür ein Kämpfer zu sein, dafür nicht immer den einfachsten Weg zu gehen und dafür für seine Gefühle voll und ganz einzustehen.

Thoras Bücherecke: Und nun auch dieselbe Frage an dich, Vincent. Welche Rolle spielt Jonas in deinem Leben? Und wie siehst du die Verbindung von Jonas und Lilly?

Jonas ist wie ein Bruder für mich. Wir brauchen nicht viele Worte zwischen uns, um uns zu verstehen. Er und Yolanda sind für mich meine Familie. Deshalb habe ich große Angst um ihn, als er Lilly kennenlerne. Yolanda und ich mussten schon einmal tatenlos zusehen, wie die Liebe Jonas großen Schmerz zugefügt hat. Das wollen wir nicht noch einmal erleben. Ich möchte ihn schützen, wie ein großer Bruder das mit seinen Geschwistern tut.

Blog-a-holic: Lilly und Jonas, Ringelnatz hat euch beide geprägt. Was ist es, das euch an ihn und seinen Versen fasziniert?

Ringelnatz ist so viel mehr als ein Dichter, der witzige Reime schreibt. Hinter jeder Zeile steckt eine zweite. Hinter vielen Versen tiefgründige Gedanken. Ringelnatz hat uns durch die Zeiten begleitet und bleibt zeitlos herausragend.

Bücher sind Freunde: Lilly und Jonas, gibt es vielleicht noch weitere Dichter und Denker, die euch geprägt haben?

Wir lieben beide Rilke und Kästner und allgemein deutsche Lyriker.

Bücher sind Freunde: Yolanda, Vincent und Jonas: Was macht für euch das Zeitenmittlerdasein aus/besonders?

Yolanda: Für mich ist es eine heilige Pflicht. Mein Beitrag dazu, das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Jonas: Wir sind ein winziges Rädchen im Getriebe, eines das niemand wahrnimmt. Wir jonglieren zwischen den Zeiten und sind dadurch in der Lage unbemerkt und ungesehen Gutes zu tun. Ich liebe die Menschen und gerade deswegen hadere ich mit meiner Bestimmung ein Zeitenmittler zu sein. Weil ich einen Menschen, Lilly, besonders liebe und ich das ganz einfach nicht darf, ohne Unglück über uns alle zu bringen.
Vincent: Menschen sind faszinierende Wesen. Und doch so dumm. Sie wiederholen Jahrzehnte, Jahrhunderte lang die immer gleichen Fehler. Manchmal gelingt es uns sie unbemerkt zu belehren, das sind gute Momente, das ist der Zweck meines Daseins.

Bücher sind Freunde, Thoras Bücherecke, Blog-a-holic: Vielen Dank, dass ihr für unsere kleine Fragerunde Zeit gefunden habt und sie so ehrlich beantwortet habt. Uns hat eure Geschichte wirklich sehr gut gefallen und wir hoffen, dass es nicht die letzte Geschichte um Zeitenmittler von Kristina Moninger war.


Gerne, es war uns eine Ehre. 

Rezension "Sieben Minuten nach Mitternacht" von Patrick Ness und Siobhan Dowd




  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (16. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442485347
  • ISBN-13: 978-3442485345
  • Originaltitel: A Monster Calls
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 2,2 x 18,5 cm


Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Quelle Bild und Text




Dieses Buch ist eine Neuauflage im Taschenbuchformat. Ich danke dem Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Durch den Kinotrailer zum aktuellen Film bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Die Autorin Siobhan Dowd hatte die Idee und ein Expose zu diesem Buch, ist aber leider zu früh verstorben und der Autor Patrick Ness hat ihre Idee zu Ende geführt.

Ich bin gleich nach den ersten paar Sätzen im Buch drin gewesen. Der Schreibstil ist etwas ganz besonderes und absolut packend. Man lernt den 13-jährigen Connor kennen und erfährt etwas über seine aktuellen Lebensumstände. Seite Mutter ist schwer krank und er versucht, mit dieser Situation umzugehen. Eines Nachts begegnet er einem Monster und ab da, ist nichts mehr, wie es einmal war. 

Connor wurde fantastisch dargestellt. Man hat mit ihm mitgefühlt und war in jeder Sekunde des Lesens ganz nah bei ihm. Auch die anderen Figuren und das Monster wurden facettenreich, anschaulich und absolut authentisch beschrieben. Durch den flüssig lesebaren Schreibstil und die wirklich sehr kurzen Kapitel, ist diese Geschichte wie ein Windhauch gewesen, der mich aber immer  noch erschauern lässt. Dieses Buch enthält zahlreiche Illustrationen, die die Stimmung wundervoll einfangen und zur Atmosphäre beitragen.
Die Geschichte an sich ist spannend und keinesfalls nur etwas für Kinder. Sie enthält fantastische sowie philosophische Elemente die tief berühren und zum Nachdenken anregen.
Als Leser  merkt und weiß man natürlich, dass das Unausweichliche passieren wird, aber der Weg bis dahin wird wundervoll erzählt und hat mich wirklich gefangen genommen.
Für mich ist dieses Buch ein absolutes Lesehighlight, dass man schwer beschreiben kann und unbedingt lesen sollte. Jetzt bin ich umso mehr auf den Film gespannt und hoffe, dass er diesem Buch einigermaßen gerecht wirkt.



Wunderschön, aber auch tieftraurig wird hier die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt. Mich hat es wirklich vollkommen gepackt und daher kann es nur die Höchstwertung mit 5/5 Unendlichkeiten geben.





Rezension "Raven´s Blood" von Sylvia Steele


D: 4,99 €
A: 4,99 €
Seiten 355 
Alter ab 16 Jahren 
ISBN 978-3-646-30028-4
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Seitdem die 21-jährige Alexa Schwester und Mutter durch einen Autounfall verloren hat, scheint ihr der Boden unter den Füßen wie weggerissen. Erst mit Hilfe ihres Onkels kann sie wieder so etwas wie Glück empfinden. Doch dann taucht ausgerechnet Jake auf – der Mann, mit dem alles angefangen hat und der nicht nur Alexas alte Gefühle, sondern auch die vergangenen Ereignisse wieder aufleben lässt. Alexa weiß nicht, ob sie Jake noch einmal vertrauen kann, und auch der mysteriöse Rabe, dem sie seit seiner Ankunft immer wieder begegnet, wirft bei ihr weitere Fragen auf. Der Ruf des Raben wird es aber schließlich sein, der Alexas Schicksal offenbart und eine Macht hervorruft, die tief verborgen in ihr schlummert…

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Das Cover ist wirklich super, super schön. Die Farbgestaltung empfinde ich als besonders gut gewählt. 


Ich danke netgalley.de und dem Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen und ich habe mich sehr auf dieses Neuerscheinung vom Dark Diamonds Label gefreut. Von der Autorin selbst habe ich vorher noch nichts gehört und war umso neugieriger.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir auf Anhieb leichtgefallen. Alexa lernt man von der ersten Seite an kennen und lieben. Man erfährt gleich zu Beginn etwas über ihre Vergangenheit, da sie nun wieder mit dieser konfrontiert wird. Die Geschichte beginnt eigentlich recht gewöhnlich, man ahnt nichts von dem , was noch kommen wird. 
Der Schreibstil ist wirklich klasse. Die Seiten verfliegen wie im Winde. Man kann sich die Figuren und Handlungsorte toll vorstellen. Auch die Gefühle der Figuren werden authentisch dargestellt. Man spürt Alexas Verzweiflung und Schmerz genauso gut wie die Schmetterlinge im Bauch.  Man kann das alles wirklich gut nachvollziehen. Irgendwann wird dann der Punkt in der Geschichte erreicht ,in der sich alles ändert. Eine spannende Wendung und die Geschichte muss man plötzlich aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Insgesamt wirkt an keiner Stelle öde oder zäh, zahlreiche unerwartete Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen.
Die Geschichte ist ab dem Punkt also keine reine Liebesgeschichte bzw. Drama mehr, sondern Fantasy bzw. Romantasy pur. Von der nordischen Mythologie habe ich vorher noch nie gelesen, daher hat mich auch dieser Punkt überzeugt. Dieser gekonnte Mix war nie überzogen, ich konnte mir alles toll vorstellen. Es ist der erste Teil einer Reihe und konnte mich wirklich überzeugen.
Auf die Fortsetzung freue ich mich sehr. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.




Der Mix aus Liebe, Schmerz und Spannung konnte mich überzeugen. Von mir gibt es 4/5 Unendlichkeiten.


Rezension "Auf immer gejagt" von Erin Summerhill







D: 19,99 €
A: 20,60 €
Größe 15,00 x 22,00 cm
Seiten 416 
Alter ab 14 Jahren 
ISBN 978-3-551-58353-6

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Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache.

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Das Buch sieht wirklich toll aus. Auch unter dem Schutzumschlag ist es ein richtiger Blickfang und man möchte es sofort in die Hand nehmen und streicheln. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und bildet eine Einheit.




Dieses Buch ist mir schon in der Vorschau aufgefallen und ich danke dem Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Ich habe schnell in die Geschichte reingefunden und der locker, leichte Schreibstil haben mich die ersten Seiten verschlingen lassen  Das anfängliche hohe Tempo habe ich dann aber schnell gedrosselt, weil es einfach für mich nicht richtig spannend wurde. Die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen, aber sympathisch waren sie mir eigentlich nicht. Tessa´s Verhalten hat mich irgendwann nur noch genervt, denn sie hat in manchen Situationen einfach viel zu schnell nachgegeben und das war unglaubwürdig. Eine Kämpferin stelle ich mir anders vor. 
Cohen fand ich auch nur so mittelmäßig sympathisch. Zwischen uns hat es leider nicht gefunkt und ob er  z.B. stirbt oder nicht, war mir gänzlich egal. So hat sich meine Einstellung durch das Buch gezogen und es war eher ein Kampf als ein Genuss. 
Die Grundidee der Autorin finde ich wirklich gut, leider hat die Umsetzung mich dann doch abgeschreckt. Viel konnte man vorhersehen, der richtige große Knaller hat gefehlt. Selbst das Ende war zu einfach aufgelöst und da hätte man wirklich etwas großes Schaffen können.
Ein Pluspunkt an dieser Geschichte ist, dass die Motive vieler Figuren bis zum Ende unklar sind und man so einen Grund hat, weiterzulesen. Mir reicht dies leider nicht und ich werde diese Reihe nicht weiter verfolgen. Ich bin wirklich enttäuscht, denn ich habe eine großartige Fantasy Story erwartet, die mich vor Spannung nur so umhaut. Wirklich schade!





Großartige Idee mit mittelmäßiger Umsetzung. Ich fand es einfach nur langweilig, daher von mir 3/5 Unendlichkeiten.






Rezension "Das Reich der Sieben Höfe" von Sarah J. Maas




  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (10. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423761636
  • ISBN-13: 978-3423761635
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: A Court of Thorns and Roses



Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. 

Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren




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Ich liebe dieses wunderschöne Buchcover. Es stellt gleichzeitig Stärke, Romantik und etwas Geheimnisvolles dar. Ich finde besonders den durchsichtigen Umschlag mit Aufdruck toll.





Erst wusste ich nicht, ob dieses Buch meinen Geschmack trifft, denn der Titel hörte sich für mich erst mal unspektakulär an. Als ich dann aber las, dass es eine Adaption zu "Die Schöne und das Biest" ist, musste ich es unbedingt lesen. 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir auf Anhieb toll gelungen und schon war ich mittendrin in Feyres Welt. Ich habe diese Protagonisten von der ersten Seite an geliebt. Sie ist stark und kämpferisch und tut alles für die Menschen die ihr wichtig sind. Dabei ist sie ein moralisches Vorbild und hat mich stark beeindruckt.
Der Fae Tamlin war mir auch auf Anhieb sympathisch. Dieses Gefühl hat sich im Laufe der Handlung nur noch verstärkt und gemeinsam mit Feyre habe ich mich Schritt für Schritt in ihn
verliebt.
Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, ist ein wirkliches Kunstwerk. Alles kommt einem so real und wirklich vor und trotzdem besitzt sie einen märchenhaften Charme. Durch den malerisch beschreibenden Schreibstil konnte ich ganz tief in diese komplexe, aber hoch anschauliche Welt, abtauchen. 
Die Geschichte sprüht nur so vor Spannung und fantasievollen Ideen. Immer wieder war ich tief beeindruckt von der Gabe der Autorin, ein eigentlich recht einfach gestricktes Märchen zu so einer neuen, anspruchsvollen Geschichte zu formen.
Dieses Buch konnte und wollte ich einfach nicht aus der Hand legen. Für mich ein absoluter Pageturner, der mich immer noch begeistert. Pure Emotionen und Schönheit wechseln sich ab mit absoluter, hemmungsloser Grausamkeit und Brutalität. Gerade dieser Wechsel macht diese Geschichte besonders interessant und lesenswert, weil man nie weiß, was als nächstes kommt.
Das Ende wartet nicht wie oft üblich mit einem fiesen Cliffhanger auf. Trotzdem will ich unbedingt wissen wie es weitergeht und fiebere auf August hin, wenn der zweite Band erscheint.



Ich liebe, liebe liebe es. Mein bisheriges Jahreshighlight und absolutes Must Read. Ihr müsst es lesen, es ist soooo toll!
Hier gibt es die wohlverdiente Höchstwertung mit 5/5 Unendlichkeiten.

Rezension "Der Prinz der Elfen" von Holly Black





  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: cbt (3. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570164098
  • ISBN-13: 978-3570164099
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: The Darkest Part of the Forest



Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …


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Das Cover hat mich definitiv neugierig gemacht, auch wenn ich Bücher mit echten Menschen meist nicht so mag. Es fängt die Atmosphäre aber toll ein.



Ich danke dem cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Seit Plötzlich Fee bin ich ein riesiger Fan von Geschichten rund um das Thema Elfen, Feen und co. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch, dass mich mit dem Klappentext schon so euphorisch gemacht hat.

Nach den ersten paar Seiten gab es die erste Enttäuschung. Der Schreibstil hat mir mal so gar nicht zugesagt. Es hat sich bei mir gar kein richtiger Lesefluss einstellen können. Ich habe mich fast durch die Seiten gequält. 
Die Protagonisten waren mir eher unsympathisch und wirkten sehr unreif. Das hat sich zum Ende hin etwas verbessert, aber Freundschaft hätte ich nicht gern mit Hazel und co. geschlossen.

Die Grundidee selbst fand ich toll. Die Umsetzung war leider nur mittelmäßig. Einzig allein die Szenen mit mit dem Erlkönig und den magischen Wesen konnten mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. 
Ich weiß nicht woran es lag, aber insgesamt gesehen, konnte mich die Autorin nicht richtig abholen. Das Eintauchen in diese Fantasy Welt ist mir nicht gelungen und so war ich fast froh, als es vorbei war.
 Der Showdown zum Ende war das spannendste am Buch und war dann leider viel zu schnell zu Ende.
In diesem Genre gibt es viel, viel bessere Geschichten. Schade!  Meiner Meinung nach wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Dem nächsten Buch der Autorin werde ich trotzdem eine Chance geben.



Ich bin wirklich enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch oder meine Stimmung nicht dir richtige. Für dieses Buch kann ich nur 3/5 Unendlichkeiten vergeben.



Rezension "Without Worlds" von Kerstin Ruhkieck



D: 4,99 €
A: 4,99 €
Seiten 350 
Alter ab 16 Jahren 
ISBN 978-3-646-30021-5 


Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​

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Das Cover ist der Hammer. Es zeigt die Atmosphäre des Buches perfekt.


Ich danke Netgalley und Carlsen für dieses Rezensionsexemplar.

Diese Dystopie hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
 Der Schreibstil ist wahnsinnig atmosphärisch, brutal, schonungslos und lässt einen nicht mehr los.
Die Geschichte hat mich gefesselt, immer wieder schockiert oder verblüfft zurückgelassen.
Die Charaktere sind alles andere als sympathisch. Eine Beziehung habe ich zu Ihnen nicht aufbauen können, aber trotzdem war mir ihr Schicksal nicht vollkommen egal. Ich fand es irgendwie schwierig, weil ich nicht richtig wusste, wie ich dieses oder jenes einordnen soll. Erst versteht  man die Protagonisten und fühlt mit ihnen und dann ist alles wieder irgendwie verwirrend und undurchsichtig.


Die Autorin schreibt in dieser Geschichte über Tabuthemen. Das finde ich klasse, denn sie gehören auch in unserer "normalen" Welt  zum Alltag, werden aber nur selten berücksichtigt. 
Die Geschichte bleibt durchweg spannend. Die Wendungen sind unvorhersehbar und haben mich teilweise so schockiert, dass ich eine kurze Lesepause einlegen musste. Insgesamt musste ich sehr viel über das Gelesene nachdenken. "Nur" lesen, geht hier gar nicht.

Das Ende kam dann irgendwie recht schnell und unerwartet. Der Epilog rundet die Geschichte ab, auch wenn ich nicht genau weiß, ob es mir so gefällt oder nicht.

Ein wirklich ungewöhnliches Buch, mit einer sehr düsteren, dystopischen Welt. Wer etwas Neues, dass außerhalb des Mainstreams ist, lesen möchte, sollte hier zuschlagen. 

4/ 5 Unendlichkeiten



Rezension "Mädchen aus Papier" von Sina Flammang





  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (20. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570164608
  • ISBN-13: 978-3570164600
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren



“Meine Schwester ist das gestohlene Meisterwerk. Ich bin nur die Fälschung.“


Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.


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Ich muss ehrlich zugeben, dass das Cover mich eigentlich kaum anspricht. Einzig allein der tolle Titel und der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Nach dem Lesen finde ich es aber wirklich stimmig und kann mich ganz gut damit anfreunden.






Ich danke dem cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Der Einstieg in die Geschichte ist mir anfangs etwas schwergefallen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, hebt sich von der Masse ab. Hat man sich aber erst mal daran gewöhnt, nimmt einen dieser vollkommen gefangen. Man kann ihn als poetisch und atmosphärisch bezeichnen.
 Die Handlung schreitet eher langsam voran, hat sie aber erst einen bestimmten Punkt erreicht, lässt sie einen nicht mehr los.

Die Thematik dieses Buches ist hochaktuell und brisant. Einfühlsam, sensibel und hochgradig authentisch, beschreibt die Autorin die familiäre Situation und die Gefühlswelt der Protagonistin Mari.
Mari wird tiefgründig dargestellt und ich mochte sie sofort. Es ist spannend mitzuerleben, wie sie sich im Laufe der Handlung entwickelt und nach und nach ihre eigenen Gefühle zulässt. Auch ihre Freunde Clementine und Ole sind authentisch gezeichnet worden und der Leser kann sie sich toll vorstellen.
Annika, die zurückgekehrte Schwester, hat mir viele Male eine Gänsehaut beschert. Nur all zu gut konnte ich mir ihr Verhalten bildlich vorstellen und habe über sie spekuliert. Die Autorin hat den Spagat vollkommen geschafft zwischen den Informationen über sie und dem, was man nur erahnen kann. Wirklich grandios.

Die Handlung ist sehr komplex und nach einer kurzen Einstiegsphase auch durchgehend spannend. Die Geschichte wirkt vollkommen echt, greifbar und beschönigt nichts. Auch nach dem Ende besteht keine heile Welt und alle Sorgen und Probleme sind vergessen. Das hat mir besonders gefallen.

Dieses Debüt ist mir unter die Haut gegangen und wirkt noch nach. Ich habe ein Jugendbuch bekommen, dass mich nicht nur gut unterhalten, sondern mich auch vollkommen und in meinem Innersten berührt hat.

Ich werde die Autorin in  guter Erinnerung behalten und freue mich schon auf ihre neuen Werke.





Atmosphärisch, betäubend und schonungslos echt zeigt die Autorin eine aktuelle Thematik auf. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen und ich gebe die Höchstwertung mit 5/5 Unendlichkeiten.


Rezension "Deathline-Ewig dein" von Janet Clark





  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: cbj (20. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570173666
  • ISBN-13: 978-3570173664
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 16,2 x 3,8 x 23,1 cm




Eine Liebe wie der Anbeginn der Welt 


Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.


Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, das Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.


Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist ...

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Das Cover ist eins der schönsten, was ich in diesem Jahr gesehen habe. Es ist so toll und die Schrift glitzert. Absoluter Eyecandy!




Vielen Dank cbj Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Schon nach den ersten Seiten ist man mitten drin im Leben der Protagonistin Josie. Sie ist es auch, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist. Sie berichtet so, dass alles was sie beschreibt, schon gesehen ist. Dies hat mich an manchen Stellen etwas irritiert, aber irgendwann hat man sich daran gewöhnt.
Zu Josie konnte ich leider keine richtige Beziehung aufbauen. Alle Figuren, besonders auch Ray, wurden gut dargestellt, aber trotzdem hat was gefehlt. Das ist für mich immer besonders schlimm, denn meist kann dies für mich nichts mehr ausgleichen. So war es es auch bei diesem Buch.

Die Handlung und der Schreibstil sind wirklich super. Die Seiten verfliegen sehr schnell und die Handlung schreitet spannend voran. Die Fantasy und Thriller Elemente haben mich begeistert, aber ansonsten haben mich die handelnden Figuren wenig interessiert. Besonders die Liebesgeschichte hat mich eher genervt statt gepackt.  Die Grundidee und das Setting mit der Ranch waren für mich neuartig, aber da mir die Beziehung zu den Figuren fehlte, war ich schon fast froh, als es endlich vorbei war.
Mir persönlich hat dieser erste Band einer Dilogie keinen Lesespaß beschert und ich werde die Fortsetzung nicht lesen.




Ich habe soviel erwartet, doch wurde ich herbe enttäuscht. Leider gibt es von mir nur 3/5 Unendlichkeiten.