Rezension "Club der letzten Wünsche" von Tamy Fabienne Tiede





  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (1. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492309844
  • ISBN-13: 978-3492309844
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 3,2 x 18,7 cm

Kurzbeschreibung



»Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich im Kindergarten Würmer gegessen und anderen Kindern meine Schippe über den Schädel gezogen, und jetzt lag ich in einem Krankenhaus mit einem Tumor in meiner Lunge.« Jesslyn wird sterben. Aber nicht, bevor sie nicht unter freiem Himmel geschlafen, das Meer gesehen, sich verewigt hat. Und nicht, bevor sie nicht die ganz, ganz große Liebe getroffen hat. Gemeinsam mit ihren Freunden erfüllt sich Jesslyn ihre letzten großen Wünsche.




Zum Buch


Dieses Buch ist mir auf Grund des Titels ins Auge gefallen. Er steht im Mittelpunkt des Covers und sagt schon sehr viel aus. Insgesamt ist es eine schöne Kompostion aus Bild, Text und Farben.


Ein großes Dankeschön an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Ich las den Titel und wusste, dass ich dieses Buch lesen muss. Der Klappentext beschreibt schon recht gut worum es geht und ich habe eine Sympathie für Bücher solcher Art entwickelt. Warum, dass weiß ich selbst nicht so genau. Wahrscheinlich, da es immer um ganz viele Emotionen und das pure Leben mit all seine Facetten dreht.
Es hat nicht sehr lange gedauert und ich war eins mit der Geschichte. Sofort ist mir der super flüssige Schreibstil aufgefallen und ich ließ mich einfach treiben. Die Protagonistin, Jesslyn, ist anfangs nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber als Leser versteht man sehr schnell, wie und warum das Leben sie zu dieser Persönlichkeit gemacht hat. Man kann ihr Verhalten zwar nicht immer unbedingt nachvollziehen, verstehen tut man es aber schon. Gemeinsam mit ihren Freunden, die allesamt eine eigene Persönlichkeit haben und toll dargestellt wurden, versucht sie, sich ihre letzten Wünsche zu erfüllen, bevor sie stirbt. Ihre letzten Wochen erlebt man hautnah mit. Man leidet, lacht und weint und ist einfach nur eins mit dieser Geschichte.
Klar, die Idee hinter der Geschichte ist nicht neu und oder innovativ, aber trotzdem besonders, denn sie ist wie das Leben selbst. Absolut echt, mal traurig, mal schön, hart und leider, leider viel zu schnell zu Ende.
Ich habe das letzte Drittel nur noch mit Tränenvorhang vor den Augen lesen können. Das Buch hat mich zutiefst berührt und bis ins Mark getroffen. Ein absoluter Volltreffer und Lesehighlight pur. Die Geschichte wird mich weiter begleiten und ein Teil von mir werden.


Eine Geschichte wie das Leben sie schreibt. Wer Emotionen, Tränen und vielleicht auch ein bisschen die Traurigkeit liebt, sollte zugreifen.
Von mir gibt es die Höchstwertung mit 5/5 Unendlichkeiten.



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